Skip to content

3 Länder, 2 Wochen: Faszination Verschwisterungsreise

von Marcel Zurmöhle
| 8 min Lesezeit
Eine Gruppe von Menschen sitzt an Tischen im Freien und genießt Essen und Gespräche während einer Verschwisterungsreise, umgeben von üppigen Gärten und gelben Blumen, mit grünen Weinbergen und sanften Hügeln im Hintergrund unter einem teilweise bewölkten Himmel.

Eine außergewöhnliche Verschwisterungsreise liegt hinter uns, die uns tief in das Herz der europäischen geführt hat. Felix Nickel und ich, Marcel Zurmöhle, brachen im Mai 2026 auf, um die lebendigen Partnerschaften unserer Heimatstadt zu erleben.

Eine Satellitenkarte, die eine Verschwisterungsreise durch Frankreich, die Schweiz und Norditalien zeigt, mit markierten Haltestellen in Städten wie Frankfurt, Mailand, Marseille, Nizza und Lyon. Weiße Linien verbinden die einzelnen Ziele.

Von der idyllischen Odenwälder Weininsel aus machten wir uns auf den Weg, um die historischen Bande zu unseren Freunden in Italien und Frankreich zu feiern. Diese Reise zeigte uns, wie intensiv gelebte über alle Ländergrenzen hinweg in Europa verbindet.

Verschwisterungsreise: Stimmungsvoller Auftakt im geschichtsträchtigen Verona

Unser erstes Etappenziel erreichten wir nach einer intensiven, etwas über neunstündigen Autofahrt, die von strahlendem Sonnenschein bis hin zu heftigen Gewittern alles bereithielt. Nach der Ankunft im Hotel machten wir uns sofort auf den Weg, um die historische Altstadt ausführlich zu erkunden und in das italienische Lebensgefühl einzutauchen. Wir schlenderten gemütlich vorbei an der weltberühmten, beeindruckenden Arena und genossen die malerischen Wege entlang der glitzernden Etsch. Die Stadt versprühte augenblicklich jenen typischen Charme, der uns die Anstrengungen der langen Fahrt im Nu vergessen ließ.

Den perfekten Ausklang fand dieser erste Tag im Emanuel Café, wo wir uns einen gemütlichen Platz mit direktem Blick auf das antike Bauwerk suchten. Bei traditioneller Pizza und einem kühlen Bier beobachteten wir fasziniert, wie die Sonne langsam hinter den historischen Dächern unterging. Das gewaltige Monument wurde stimmungsvoll beleuchtet, was uns einen magischen Anblick und den idealen Start für unsere gemeinsame Zeit bescherte.

Dicomano und die Toskana: Herzliche Begegnungen auf der Verschwisterungsreise

Am darauffolgenden Tag führte uns die Verschwisterungsreise weiter in unsere wunderschöne italienische . Nach einer entspannten, zweistündigen Autofahrt schlugen wir unser Camp direkt bei der geschichtsträchtigen Pieve di Santa Maria di Castello auf. Die Menschen vor Ort hießen uns unglaublich herzlich willkommen und erklärten uns ausführlich die Gegebenheiten der historischen Anlage.

Zum Abschluss dieses wunderbaren Einstands genossen wir saftige Spareribs und frisches Grillgemüse direkt vom Grill mit Blick über die weiten Hügel der Toskana.

Der nächste Morgen startete gemütlich mit Rührei und frischem Baguette, bevor es für uns hinunter in den beschaulichen, ruhigen Ortskern ging. In einem kleinen Café an einer Straßenkreuzung gönnten wir uns ein erstes Bier und erlebten prompt ein lautes Spektakel. Gut 50 klassische Ferraris donnerten im Rahmen einer Rallye an uns vorbei, stilecht eskortiert von einer motorisierten Polizeistaffel. Mittags trafen wir uns schließlich mit den offiziellen Delegationen aus Groß-Umstadt und Asso zu einem großen gemeinsamen Essen.

Anschließend genossen wir in der Bar Centrale bei einem kühlen Aperol das unbeschwerte italienische Lebensgefühl und die fantastische Gesellschaft. Der restliche Tag stand ganz im Zeichen der traditionellen Gastfreundschaft, als eine Musikgruppe auf dem Rathausplatz lokale Stücke für die Delegationen spielte. Am Abend wurden wir hoch zum malerischen Agriturismo Il Trebbiolo gefahren, wo der Besitzer höchstpersönlich frische, selbstgemachte Pizza servierte. Bei reichlich Wein und kühlem Bier wurde viel gelacht und gemeinsam gesungen, was für eine absolut mitreißende Stimmung sorgte.

Der Samstag markierte dann den offiziellen, feierlichen Höhepunkt unserer Zeit im wunderschönen Sievetal. In einem bewegenden Festakt erneuerten Groß-Umstadt und Dicomano feierlich ihre , während zeitgleich ein offizieller Freundschaftsvertrag mit Asso unterzeichnet wurde. Historische Musik und Reiter in prachtvollen Kostümen verzauberten das Publikum und verliehen dem Vormittag einen feierlichen Rahmen, der mit einem sonnigen Aperitif abgerundet wurde.

Nach einem vorzüglichen Mittagessen im Restaurant Da Sergio tauchten wir tief in die etruskische Geschichte der Region ein. Da eine Führung spontan vorverlegt wurde, besuchten wir bereits am Samstagnachmittag die beeindruckende Ausgrabungsstätte von Frascole. Die etruskischen Ruinen waren absolut faszinierend und sind eine warme Empfehlung für jeden Kulturbegeisterten.

Auf dem Rückweg machten wir Halt bei einem idyllischen Weingut, probierten drei erlesene Weine und genossen die atemberaubende Aussicht. Den letzten Abend in der ließen wir gemeinsam mit allen Delegationen bei leckeren Nudeln am Stand des Karnevalsvereins auf dem belebten Rathausplatz ausklingen.

Zwischenstopp am Mittelmeer: Die Verschwisterungsreise nach Südfrankreich

Schon bei der ursprünglichen Reiseplanung stand fest, dass wir den Weg zwischen unseren beiden Partnerstädten für einen erholsamen Zwischenstopp am Mittelmeer nutzen wollten. Einzig das Timing änderte sich leicht, da für den Sonntag in Dicomano heftiger Regen vorhergesagt war und das offizielle Programm bereits am Samstagabend endete.

So bauten wir unser Lager am Sonntagmorgen um acht Uhr ab, verabschiedeten uns von der Toskana und steuerten direkt die französische Küste an. Nach einer achtstündigen Autofahrt erreichten wir wohlbehalten unseren Campingplatz in Saintes-Maries-de-la-Mer. Wir schützten uns vor den gierigen Tigermücken, warfen den Grill an und gingen früh schlafen, um Kraft für die kommenden Tage zu tanken.

Nach dem Ausschlafen und einem ausgiebigen Frühstück schlenderten wir zu Fuß über den weiten Sandstrand direkt in die Stadt. Es war herrlich, durch die engen Gassen zu flanieren und die lebendige Atmosphäre in den verschiedenen Bars aufzusaugen. Ein absolutes Highlight war der Aufstieg zur Panorama-Terrasse der dortigen Wehrkirche, von der wir einen fantastischen Blick über das glitzernde Meer hatten.

Nach einem köstlichen Mittagessen mit traditioneller Paella und saftigem Steak verbrachten wir den Nachmittag entspannt am Strand und wagten den Sprung ins frische Wasser. Abends gab es am Zeltplatz klassische Nudeln mit Hackfleischsoße, bevor wir den Tag bei Musik und Kartenrunden ausklingen ließen.

Der nächste Ausflug führte uns am Dienstagmorgen direkt in die beeindruckende historische Festungsstadt Aigues-Mortes. Nach einem gemütlichen Frühstück erkundeten wir die gewaltige historische Stadtmauer und schlenderten durch die charmanten Gassen der Altstadt. Anschließend besuchten wir die bekannten Salzsalinen, bestaunten die Landschaft und kauften etwas von dem lokalen Fleur de Sel ein.

Unseren letzten Abend auf dem Campingplatz verbrachten wir gänzlich entspannt bei ein paar Bieren, voller Vorfreude auf den letzten großen Stopp unserer Verschwisterungsreise.

Saint-Péray: Herzlicher Empfang auf der Verschwisterungsreise

Nach einer kurzen und angenehmen Fahrt erreichten wir schließlich das Stadion in unserer französischen Partnerstadt Saint-Péray. Am darauffolgenden Donnerstag verbrachten wir den Tag aufgrund des durchwachsenen Wetters zunächst entspannt beim gemeinsamen Kochen auf dem schützenden Zeltplatz.

Im Laufe des Tages traf auch die restliche aus Groß-Umstadt ein, sodass wir pünktlich zum ersten offiziellen Programmpunkt bereit waren. Ab 19 Uhr wurden wir in der Bowling Bar Le Tram mit einem Begrüßungsgetränk und reichhaltigen Aperitifplatten äußerst herzlich empfangen. Den schönen Abend ließen wir in guter Gesellschaft, der einen oder anderen Runde Tischkicker und kühlem Bieren ausklingen.

Der Freitag begann mit einem faszinierenden Blick hinter die Kulissen der Foliascope-Studios, wo wir die Produktion des wunderbaren Animationsfilms Léo bestaunten. Danach wurde es für einige sportlich, denn während Ilka auf dem Platz beim Padel-Tennis alles gab, vergnügte ich mich lieber beim Tischkicker.

Zur Stärkung ging es in das gegenüberliegende Restaurant L’imprévu, wo uns ein absolut fantastisches Menü mit Hähnchenoberkeule in Poule-au-pot-Sauce und Schokoladenküchlein erwartete. Gut gestärkt besuchten wir am Nachmittag das interessante von Valence, bevor wir den Tag bei einem gemütlichen Einkauf und Kaffee ausklingen ließen.

Am Samstagvormittag unternahmen wir eine unvergessliche Fahrt mit der historischen Dampflok, dem Train des Gorges de l’ – Mastrou, ab Saint-Jean-de-Muzols. Die Reise durch die tiefen Schluchten und die wilde Landschaft war ein absolut einmaliges Erlebnis für alle Teilnehmer.

Nach einem riesigen asiatischen Buffet im Restaurant Bonheur d’Asie besuchten wir eine wunderschöne Kunstausstellung in einer kleinen Kapelle. Anschließend übernahmen wir kurzerhand die Terrasse des Cafés San Petrus und genossen das fröhliche Beisammensein mit der gesamten Groß-Umstädter Truppe. Den Abend ließen wir gemütlich bei Baguette, Snacks und guten Gesprächen direkt vor unseren Zelten ausklingen.

Der Sonntag begann bei strahlendem Sonnenschein mit einer wunderbaren Besichtigung samt Weinverkostung im Domaine du Géant. Zwischen den grünen Weinbergen probierten wir verschiedene edle Tropfen und genossen dazu eine Auswahl an Brot, Wurst und Käse.

Am Nachmittag stand eine gemeinsame Aufführung eines deutschen und eines französischen Chors auf dem Programm, die aufgrund einer kurzfristigen Planänderung im CEP stattfand. Das große Abschlussessen im Domaine Victoria setzte dieser Verschwisterungsreise die Krone auf, als uns nach den offiziellen Reden ein hervorragendes Lachsfilet mit Estragonsauce serviert wurde.

Für jede Menge Spaß sorgte eine Fotobox, an der wir noch ein paar Fotos am Abschlussabend gemacht haben.

Werde Teil einer großartigen europäischen Bewegung

Nach einer rund achtstündigen Fahrt sind wir schließlich wieder (teilweise) gesund, munter und voller unvergesslicher Erinnerungen in Groß-Umstadt angekommen. Die ereignisreiche Verschwisterungsreise steckt uns zwar noch ein wenig in den Knochen, aber die unzähligen herzlichen Begegnungen haben unser Leben nachhaltig bereichert.

Auf unserer offiziellen Magazinseite kannst du jederzeit noch tiefer in die lebendige Welt unserer Städtepartnerschaften eintauchen und weitere spannende Berichte entdecken.

Hast du auch Lust bekommen, den Geist der Völkerverständigung aktiv mitzugestalten und ein echtes Stück Europa hautnah zu erleben? Dann werde Teil unserer Gemeinschaft, nimm an den kommenden Fahrten teil und lerne die Menschen in unseren Partnerstädten persönlich kennen. Melde dich einfach beim Verschwisterungskomitee, bring deine eigenen Ideen ein und werde Mitglied, um die Zukunft unserer internationalen Freundschaften aktiv mitzugestalten!

© 2026 | Verschwisterungskomitee der Stadt Groß-Umstadt